Orientalische Benefizshow
zugunsten TERRE DES FEMMES e.V. (Menschenrechte für die Frau)

am Samstag, 25. Oktober 2003

 Am 25. Oktober veranstaltete der Verein fairiental e. V. eine orientalische Benefizshow in Straubenhardt-Langenalb. Der Erlös soll an TERRE DES FEMMES (Menschenrechte für die Frau) übergeben werden. Die Organisation hatte SchirinYasar übernommen und zahlreiche Künstler sind ihrem Aufruf gefolgt.
Im Foyer der Halle waren Basare mit orientalischen Lampen, Bauchtanzzubehör und Kostümen aufgebaut und luden zum Stöbern ein. Die Halle dagegen war nüchtern, nur auf den Tischen lagen farbige Programmhefte mit Informationen über den Abend und die Künstler. Im hinteren Teil der Halle war eine Tombola mit vielen attraktiven Sachpreisen aufgebaut, die allesamt für diesen guten Zweck gespendet wurden. Gleich nebenan duftete es orientalisch aus der Küche, wo leckere Salate und Vorspeisenteller warteten.


Nahezu pünktlich um 19.00 Uhr wurde die Show mit einem Lichtertanz eingeleitet, bei dem die Damen Tabletts mit brennenden Kerzen auf ihren Köpfen balancierten und durch die Reihen auf die schlicht-elegant dekorierte Bühne tanzten. SchirinYasar begrüßte anschließend das Publikum und übergab das Mikrofon an Frau Kühne von TERRE DES FEMMES, die in kurzen Worten auf das Elend der Frauen mit Genitalverstümmelung hinwies und das bisherige Engagement und Projekt in Afrika vorstellte.




Sahira aus Langenfeld, die für den restlichen Abend die Moderation übernahm, zeigte im Anschluß ihre einzige Tanzdarbietung an diesem Abend - einen modernen Baladi. Danach leitete der Didgeridoospieler Frank Wegner mit seiner außergewöhnlichen Darbietung zu einem ernsteren Teil des Abend über. SchirinYasar hatte ihrem an Chorea Huntington verstorbenen Vater den "Tanz mit dem Fadenschleier" gewidmet, den sie kraftvoll und ausdrucksstark darbot und der bei so manchem im Publikum für Gänsehaut sorgte. Fröhlich und bunt hingegen war der anschließende Tanz mit Schmetterlingsschleier und Arabic Pop; kämpferisch und eindrucksvoll der Säbeltanz von Amani aus Dresden. Den Abschluß des ersten Programmteils bildete der tunesische Tanz - Raks Tunsi - von Sonja Asmahan aus Stuttgart.


Zur Eröffnung des zweiten Programmteils bot sich eine andere Kulisse. Unter einem rosafarbenen Baldachin schien ein Tänzerin zu schlafen. Zafiyah vermittelte den Eindruck, dass sie im Harem erwacht und noch einmal in Gedanken für ihren Liebsten tanzt. Kess und kokett hingegen war der Stocktanz von Amani im türkisfarbenen Hosenkostüm. Gekonnt präsentierten die kleinsten Schülerinnen von SchirinYasar - die Kindergruppe Ayperileri - den Tanz der "Bezaubernden Jeannies" in Kostümen, die dem Original nachempfunden waren. Sie versetzten das Publikum mit ihrer Darbietung und einer ausgefeilten Choreographie in Hochstimmung.

Der anschließende gefühlsbetonte Baladi von Djamila aus Frankfurt im enganliegenden weißen Kleid kam beim Publikum ebenso gut an wie die nachfolgende Diabolo-Jonglage von Peter Bihl. Den zweiten Programmblock beendete SchirinYasar mit einer "orientalischen Schwärmerei": sinnlich, elfenhaft und teilweise kokett tanzte sie für das Publikum ihre Hingabe an den orientalischen Tanz in einem traumhaften silbernen Kostüm.

Ungewöhnlich begann der dritte und letzte Showteil, den Sonja Asmahan mit einem Hip Iso (orientalischer Tanz im Stil von Shakira) eröffnete.

Nach dem Gruppen-Säbeltanz ihrer Schülerinnen zeigte sich SchirinYasar von einer ganz anderen Seite und sorgte mit ihrem Melaya/Raks Tussi für so manchen Lacher. Einen tollen Effekt bot die Lichtjonglage von Peter Bihl, bei der in völliger Dunkelheit auf der Bühne leuchtende Bälle von selbst zu schweben schienen. Ein echtes Highlight an diesem Abend war der nachfolgende Schleiertanz mit afro-orientalischem Trommelsolo: mit schwarz-gelben Schleiern betanzten nach und nach die Schülerinnen (ein Teil in schwarzen Overalls, ein Teil in gelben Kostümen) von SchirinYasar die Bühne, bevor sie sich mit geballter Power dem Publikum auf unterschiedliche Weise präsentierten. Von Anfang an klatschte das Publikum begeistert mit und zum Ende forderten die Gäste eine Zugabe. Den Abschluß eines gelungenen Abends mit einer abwechslungsreichen Show machte Djamila mit einer klassisch-ägyptischen Routine, die noch einmal für rasenden Beifall sorgte. Zum Finale kamen noch einmal alle Künstler auf die Bühne und unter allen Gästen wurde ein kostenloser Auftritt verlost. Höchsterfreut und nahezu sprachlos betrat die Gewinnerin die Bühne.
Zur website von SchirinYasar
Das Bild stammt vom Finale
Alles in allem ein gelungener Abend mit ernstem Hintergrund. Man kann schon jetzt gespannt sein, was nächstes Jahr präsentiert wird, denn am 23. Oktober 2004 soll es die nächste Show von fairiental e.V. in Straubenhardt geben.

Anmerkung: Es konnte ein Scheck in Höhe von 1.164,30 übergeben werden!


Kontakt: fairiental